Wie nutzen wir das Auto in Zukunft? Und fahren wir dann überhaupt noch Auto? Wo es in Sachen Mobilität hingeht und welche Veränderungen auf unseren Straßen zu erwarten sind – wir werfen einen Blick auf den Status Quo und in die Glaskugel.

 

1989, Zurück in die Zukunft 2 flimmert über die Kinoleinwand, Marty McFly bestreitet Verfolgungsjagden auf seinem Hoverboard und wirft die Frage auf: Ist das fliegende Skateboard das Fortbewegungsmittel der Zukunft? Heute können wir sagen: Jein. Ein Board, mit dem man in die Luft steigen kann, gibt es zwar, aber für den Massenmarkt hat es dann doch (noch) nicht gereicht. Der Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel ist nach wie vor das Auto, gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr, dem Fahrrad und dem Taxi. Aber es tut sich was auf unseren Straßen: Die Anzahl alternativer Fortbewegungsmittel nimmt zu und umweltfreundliches Unterwegssein wird immer wichtiger.

 

Alternativ unterwegs: Von Segways, E-Rollern und Carsharing

Segway-Fahrer touren in Gruppen durch die Innenstadt, der E-Roller-Hype scheint aktuell auf dem Höhepunkt zu sein und Carsharing hat inzwischen auch jede Großstädterin auf dem Schirm. Die Fortbewegungsmittel werden kompakter, wendiger und platzsparender. Kein Wunder, denn die Straßen sind voll, Autofahrer*innen stolpern von einem Stau in den nächsten und in Vier- oder Fünfsitzern ist gerne mal nur eine Person unterwegs. Neue Mobilitätskonzepte reduzieren die Autoflut auf den Straßen, schonen so auch die Umwelt und nutzen dabei gerne digitale Tools. Carsharing, Bikesharing, E-Scooter – sie alle werden über Apps aktiviert und machen den Zugang zum Mobilsein so leicht möglich. Demokratisierung der Mobilität durch Digitalisierung? Kurz gesagt scheint die „neue Mobilität“ eine zu sein, die flexibel ist, unabhängig macht, Geld und Zeit spart und auf leihen statt kaufen setzt.

 

2030: Auto bleibt Favorit, Fahrrad und Nahverkehr holen auf

Die Trendforscher des Zukunftsinstituts bestätigen: Die Mobilitätsbranche ist eine der am stärksten wachsenden im 21. Jahrhundert. Sie glauben, dass das Auto, trotz aller Alternativen, auch künftig Verkehrsmittel Nummer eins bleibt – denn der Wunsch, sich individuell und unabhängig von Zugplänen fortzubewegen ist groß. Das zeigt: Mobilität ist auch ein emotionales Thema. Trotz Favoritengefährt PKW, prognostiziert Andreas Knie, Leiter des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel, dass 2030 genauso viele Wege mit dem Auto wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß bestritten werden. Alles wie bisher in Sachen Auto? Keinesfalls.

 

Das Auto der Zukunft: Wohnzimmer to go

Auch der ADAC hat die Zukunft der Mobilität unter die Lupe genommen und prognostiziert in der Studie „Evolution der Mobilität“, dass das Auto sich in 20 Jahren nur dann noch behaupten kann, wenn es „sich in den Mobilitätsmix von morgen einfügt“. Soll heißen: Der PKW, der lang vor allem auch Statussymbol war, muss künftig in erster Linie smart nutzbar sein. Außerdem wird das Auto eine ganz neue Rolle einnehmen. Dank der wachsenden Anzahl an autonom selbstfahrenden Autos, müssen Fahrerin und Fahrer sich in Zukunft weniger auf den Verkehr konzentrieren. So wird der Wagen zum Refugium, einem Ort, an dem man auf dem Weg von A nach B entspannen oder sogar Arbeit erledigen kann. Wird das Auto in 20 Jahren zum ausgelagerten Wohnzimmer oder Büro? Apropos Büro: In einer Zeit, in der ortsunabhängiges Arbeiten immer beliebter wird, wünschen wir uns auch, unterwegs mal das ein oder andere erledigen zu können. WLAN und Rückzugsorte im Zug oder Co-Working-Areas an Flughäfen gehören deswegen ebenso zur Zukunft der Mobilität.

 

Neue Fortbewegungsmittel: vor allem klimafreundlich

Klimaschutz ist ein Trend, den wir und diese Erde dringend brauchen und der auch Einfluss darauf hat, wie wir künftig unterwegs sind. Schließlich ist der Verkehrssektor in Deutschland auf Platz zwei, wenn es um die Menge des CO2-Ausstoßes geht. Fortbewegungsmittel, die massiv weniger Treibhausgase abgeben, werden deswegen die Nase vorn haben. Aber woran wird aktuell getüftelt?

Schon mal was vom Carplane gehört? Genau, der Name ist Programm: Das fliegende Auto, das uns schon viele Science-Fiction-Blockbuster versprochen haben, hat erste Flugversuche bereits hinter sich. Das Carplane soll straßen- und lufttauglich sein und natürlich CO2-neutral angetrieben werden. Wir sind gespannt, ob wir in Zukunft alle unser eigenes Mini-Flugzeug auf dem Dach stehen haben.

Elektroautos sind – spätestens seit Tesla – keine Neuheit. Sie sind bereits auf unseren Straßen unterwegs, haben sich aber noch nicht als umweltfreundliche Massen-Alternative etabliert. Sie sind zwar für die Natur die bessere Wahl, aber nur dann, wenn sie über mehrere Jahre mit Ökostrom betrieben werden. Die Produktion der Batterie verschlechtert die Klimabilanz des Elektroautos. Wir hoffen, dass sich hier bald etwas tut, um die Öko-Bilanz des E-Autos zu stärken.

Elektrobikes kennen wir schon. Zeit für Solarbikes! Wie zum Beispiel das Modell eines dänischen Tüftlers, der sein Fahrrad mit Solarzellen ausgestattet hat. Durchschnittlich 25 km/h hat das sonnenbetriebene Rad drauf und könnte das E-Bike künftig ablösen. Klingt vielversprechend!

 

Wie stellen Sie sich die mobile Welt der Zukunft vor? Wie auch immer die „neue Mobilität“ aussieht – wir bleiben dran und halten Sie hier auf dem Laufenden.

 

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Quellen:

Statista

Focus.de

Entega.de

Zukunftsinstitut

Winfuture.de