Bei knapp einem Drittel aller Deutschen nimmt die Hin- und Rückfahrt zur Arbeit mindestens eine Stunde Fahrtzeit ein. Die meisten Berufspendler*innen sind dabei mit dem Auto unterwegs. Andere sind mit Bus, Bahn, Zug oder einer Kombination aus verschiedenen Verkehrsmitteln auf Achse. Wir geben Tipps zur Pendlerpauschale, zu entspanntem Pendeln und teilen die nützlichsten Apps.

2018 zählten in Deutschland rund elf Millionen Menschen zu den sogenannten Berufspendlern. Dabei steigen die Zahl der Pendler*innen und die Länge des Arbeitswegs stetig – und das obwohl pendeln nicht gerade glücklich macht: Häufiges, langes Pendeln schlägt aufs Gemüt und erhöht das Risiko für Rückenschmerzen, hohen Blutdruck und psychische Erkrankungen. Dass frühes Aufstehen, zähe Staus und spätes Heimkommen kein Zuckerschlecken sind, weiß jede*r mit Pendelerfahrung.

Wenn Sie bereits Berufspendler*in sind oder es bald werden, haben wir die richtigen Tipps für Sie: So berechnen Sie die Pendlerpauschale, finden das passende Verkehrsmittel für Ihre Fahrt und gestalten diese so reibungslos wie möglich.

 

So berechnen Sie die Pendlerpauschale

Anzahl der Arbeitstag x 0,30 Euro x Kilometeranzahl des Arbeitswegs – so berechnen Sie die Pendlerpauschale (aka Entfernungspauschale). Ihre Pauschale können Sie als Werbungskosten absetzen und so einiges an Geld sparen. Wichtig dabei: die Pauschale ist für jedes Fortbewegungsmittel, das nicht der eigene PKW ist, auf 4500 Euro limitiert. Außerdem müssen Sie immer die kürzeste Strecke angeben, und auch nur eine pro Tag. Das bedeutet: Sie rechnen nur mit der Strecke der Hinfahrt, nicht mit Hin- und Rückfahrt aufsummiert.

Zu 2021 bessern sich die Konditionen für Berufspendler*innen, denn die Pendlerpauschale wird erhöht. Ab dem 21. Kilometer steigt die Pauschale von 30 auf 35 Cent – egal ob Sie das Auto nehmen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder zu Fuß gehen. Und es gibt noch eine Neuerung: Bekommen Sie ein Jobticket über die Arbeit finanziert oder bezuschusst, haben Arbeitgeber oder Arbeitgeberin diesen Betrag bisher über die Pendlerpauschale abgerechnet. Ab 2021 gibt es eine Alternative: Arbeitgeber können stattdessen eine Steuerersparnis in Höhe von 25 Euro über das Jobticket abführen. In diesem Fall können Sie die Pendlerpauschale in Ihrer eigenen Steuererklärung geltend machen und Geld sparen. Auch die Grenze von 4500 Euro soll ab 2021 nur noch für Bahnfahrer*innen gelten.

Pendler im Auto mit Smartphone

Viele Wege führen nach Rom: Eigenes Auto, Öffis oder lieber Fahrgemeinschaft?

Auch wenn es fürs Pendeln eine kleine steuerliche Entlastung gibt – die langen Fahrtzeiten machen nicht wirklich Spaß. Deswegen: Machen Sie das Beste draus und finden Sie das Verkehrsmittel, das genau zu Ihnen passt.

 

Der Klassiker ist das Pendeln mit dem eigenen PKW. Macht vor allem dann Sinn, wenn Ihr Wohnort oder Arbeitsort schlecht oder gar nicht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist.

Vorteile:

  • Unabhängigkeit, Komfort und Flexibilität
  • Pendlerpauschale kann komplett geltend gemacht werden

Nachteile:

  • Staus zu den klassischen Stoßzeiten vor und nach der Arbeit
  • Hohe Umweltbelastung durch CO2-Ausstoß
  • Fahrt kann nicht zum Arbeiten, Lesen oder Entspannen genutzt werden.

 

Bahn, Zug oder Bus (oder ein Mix aus allem) stehen bei Berufspendler*innen ebenfalls hoch im Kurs, setzen jedoch eine gute Anbindung voraus.

Vorteile:

  • Viele Arbeitgeber*innen bezuschussen oder übernehmen das Jobticket
  • Sie stecken nicht (oder weniger) im Stau fest
  • Klimaschonend
  • Auf der Fahrt können Sie lesen, arbeiten, einen Powernap machen, mit der Sitznachbarin ins Gespräch kommen oder die vorbeiziehende Landschaft genießen

Nachteile:

  • Sie sind an Fahrpläne und unkalkulierbare Ausfälle gebunden
  • In Bus und Bahn kann es zu Stoßzeiten schon mal kuschelig werden

 

Ein Mix aus Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln: Park + Ride. Mit dem Auto zur Park + Ride-Anlage, das Auto kostenfrei parken und von dort direkt in Bus oder Bahn umsteigen. Diese Möglichkeit ist besonders dann ein heißer Tipp, wenn Sie etwas außerhalb wohnen und deswegen erst einmal ins Auto steigen müssen. Oder wenn ihr Arbeitsort da liegt, wo es nur wenige Parkmöglichkeiten gibt – zum Beispiel in der Innenstadt.

Vorteile:

  • Keine Parkplatzsuche
  • Weniger Stau
  • Weniger CO2-Ausstoß
  • „Das Beste aus beiden Welten“

Nachteile:

  • Sie müssen umsteigen und sind deswegen auch an Fahrpläne gebunden
  • Zusätzlich zum Auto brauchen Sie noch das passende Ticket. Der Tarif ist jedoch günstiger, da Park + Ride meist in und um den Stadtkern zum Einsatz kommt.

 

Eine besonders gute Idee für Berufspendler*innen, deren Strecke auch von vielen anderen genutzt wird: Tun Sie sich zusammen – zum Beispiel mit Kolleginnen und Kollegen! Fahrgemeinschaften finden Sie zum Beispiel über das Pendlerportal, wo Sie eigene Fahrten inserieren oder sich bestehenden Fahrgemeinschaften anschließen können. Auch auf goflux, blablacar, fahrgemeinschaft.de oder twogo werden Mitfahrgelegenheiten vermittelt.

Vorteile:

  • Kosten teilen – und sparen
  • Reduziert die Anzahl der Autos auf den Straßen und entlastet so den Verkehr
  • Weniger CO2-Ausstoß
  • Sie lernen neue Leute kennen

Nachteile:

  • Nicht immer findet sich eine passende Fahrgemeinschaft für die eigene Strecke
  • Ein bisschen Koordination mit den anderen Mitfahrer*innen ist nötig, wodurch Flexibilität verloren geht

 

Gelassen unterwegs: Die besten Apps für Berufspendler

Egal ob Sie mit den Öffentlichen oder dem Auto pendeln, diese Apps helfen Ihnen dabei, entspannt unterwegs zu sein:

  1. Wer mit der Bahn unterwegs ist, kann auf den DB Navigator der Deutschen Bahn eigentlich kaum verzichten. Die App verrät Abfahrtzeiten, Ankunftszeiten, Gleise, Verspätungen und Bahnausfälle. Tickets können direkt per App gekauft werden. Eine Alternative für Android-Nutzer ist zum Beispiel PendelPanda.
  2. Autopendler*innen profitieren von den Funktionen von Google Maps oder der App INRIX Traffic. Beide kalkulieren Fahrten und Fahrtzeiten basierend auf der aktuellen Verkehrslage und unterstützen auch in Sachen Parkplatzsuche. INRIX alarmiert Sie sogar, sobald Sie das Haus verlassen und sich hinters Steuer setzen müssen, um pünktlich anzukommen.
  3. Wer in Berlin, Leipzig, München, Düsseldorf oder Dresden unterwegs ist und spontan auch mal aufs Taxi ausweichen muss, ist mit clevershuttle günstiger unterwegs. Denn clevershuttle setzt auf RidePooling – also Fahrten, die man sich teilt. Müssen noch andere in Ihrem Umkreis in dieselbe Richtung, fahren Sie einfach zusammen. Das bedeutet: günstigere Preise und geringere CO2-Emissionen.
  4. Ob im Stau oder auf langen Bahnfahrten – nutzen Sie die Zeit für entspannende Berieselung: Auf BookBeat gibt’s Hörbücher im Abo – direkt vom Smartphone auf’s Ohr. Über Spotify gibt’s nicht nur Musik, sondern auch Podcasts for free und über InsightTimer hören Sie gratis Meditationen oder Entspannungsmusik.
  5. Sie wollen die Fahrtzeit lieber nutzen, um eine neue Sprache zu lernen? Dann ab zu duolingo oder babbel.

 

Wir wünschen entspanntes Pendeln! Und falls Sie mit eigenem PKW unterwegs sind: Wir von nexible* haben garantiert den passenden Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkasko-Tarif für Sie. Lassen Sie sich unverbindlich Ihren Beitrag berechnen.  

 

 

* Die nexible Kfz-Versicherung ist ein Produkt des Risikoträgers nexible Versicherung AG

 

Quellen

zeit.de 

haz.de

t3n.de

impulse.de

pendlerportal.de

steuern.de

utopia.de