Carsharing ist längst kein Trend mehr. Für die Fahrt mit dem Gemeinschaftsauto haben sich im Jahr 2019 fast 2,5 Millionen Deutsche entschieden. Für alle, die auf Carsharing umsatteln wollen, haben wir uns Anbieter, Vorteile und Nachteile genauer angeschaut.

Die Anzahl der Carsharing-Fans in Deutschland wächst seit einigen Jahren überdurchschnittlich an und bislang ist kein Ende in Sicht. Carsharing wird immer beliebter – und das aus gutem Grund.

 

Die fünf größten Vorteile von Carsharing

Sie sind unsicher, ob Carsharing das Richtige für Sie ist? Fünf Vorteile, die Sie überzeugen könnten:

1. Geld sparen

Wer mit dem Gemeinschaftsauto unterwegs ist, spart. Denn Sie haben keine Anschaffungskosten für einen eigenen Wagen und mit Ihren Nutzungsgebühren beteiligen Sie sich zwar an Wartungskosten, aber nur in einem kleinen, anteiligen Umfang – schließlich zahlen Sie nur dann fürs Auto, wenn Sie es auch tatsächlich nutzen. Auch Tankkosten und Versicherung werden von vielen Carsharing-Anbietern übernommen.

2. Weniger Bürokratie und Aufwand

Wenn ein Auto aus der Flotte des Carsharing-Anbieters in die Reparatur muss, kümmert sich darum allein der Anbieter. Werkstatt suchen, Ersatzauto organisieren – Probleme, die Sie als Carsharing-Nutzer*in garantiert nicht mehr haben.

3. Umwelt und Verkehr freuen sich

Beim Carsharing teilen sich mehrere Nutzer*innen einen Wagen – und das senkt Umweltbelastung und Verkehrsaufkommen. Kurzum: Bessere Luft, weniger Stau.

4. Unterwegs im Lieblingsmodell

Carsharing-Flotten sind meistens mit neuen Automodellen ausgestattet. Oft gibt es sogar verschiedene Marken und Modelle zur Auswahl. So können Sie nicht nur nach Lust und Laune wechseln, Sie sind auch sicher unterwegs und genießen Bestausstattung. Übrigens können Sie sich bei einigen Anbietern auch für ein E-Auto entscheiden.

5. Entspannter Parken

Stimmungskiller Nummer eins beim Autofahren: Die Parkplatzsuche. Carsharing macht auch hier einiges leichter. Viele Anbieter haben eigene, reservierte Parkplätze oder Tiefgaragen und übernehmen Kosten für kostenpflichtige Parkplätze.

 

Nachteile: Wann Carsharing nichts für Sie ist

Natürlich hat Carsharing auch den ein oder anderen Nachteil. Zum Beispiel ist das Carsharing-Netz nicht überall so flächendeckend ausgebaut, dass auch jede*r vom Gemeinschaftsauto profitieren kann. Vor allem wenn Sie in ländlicheren Gegenden wohnen, kann es schwierig werden. Zudem müssen Sie als Carsharer ein bisschen Flexibilität mitbringen: Nicht immer ist das Auto Ihrer Wahl gerade frei oder der nächste Wagen parkt etwas weiter weg. Wer einen längeren Trip plant, sollte außerdem Preise und Tarifmodelle vergleichen.

Frau und Carsharing-Auto

Carsharing-Anbieter: Von stationsbasiert bis Free-floating

Von Berlin über Frankfurt bis Köln – in den meisten deutschen Großstädten gibt es verschiedenste Carsharing-Anbieter. Dabei wird in stationsbasiert und Free-floating unterschieden: Beim stationsbasierten Carsharing wird das Auto an einer bestimmten Station abgeholt und auch wieder abgegeben. Beim Free-floating wird ein passendes Auto über die App des Anbieters geortet. Es steht da, wo der / der vorherige Nutzer*in es hinterlassen hat und kann auch von Ihnen auf einem frei gewählten Parkplatz im Nutzungsgebiet abgestellt werden. Auch wenn die Free-floating-Anbieter in den letzten Jahren den Markt und die Straßen gestürmt haben, machen stationsbasierte Anbieter den Großteil des Carsharing-Markts aus. Achten Sie also bei der Auswahl des Anbieters darauf, welches Modell dahintersteckt und am besten zu Ihnen passt.

 

Share Now

Die ehemals größten Carsharing-Anbieter DriveNow und car2go haben sich zusammengetan und sind inzwischen Share Now. Den Free-floating Service gibt es in so gut wie allen deutschen Großstädten von Berlin über Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hamburg und München. Die Fahrt kostet zwischen 19 und 31 Cent/Minute – je nach Fahrzeugtyp. In der Flotte finden Sie kompakte Smarts bis geräumige BMWs.

Miles

Free-Floating-Anbieter MILES ist in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf und München am Start und setzt auf Abrechnung per Kilometer statt pro Stunde. Besonders praktisch: Bei Miles können Sie nicht nur Kleinwagen und Kombis, sondern auch Transporter leihen. Die Preise liegen zwischen 0,89 und 1,19 Euro/Kilometer. Ein Cent pro Kilometer wird an soziale Einrichtungen gespendet.

book-n-drive

book-n-drive ist der größte Carsharing-Anbieter im Rhein-Main-Gebiet und hat sowohl stationsbasierte Fahrzeuge als auch Free-floater in der Flotte. Auch beim Preis wird gemixt: Er berechnet sich aus Mietdauer und Kilometerzahl – gezahlt wird, was genutzt wird. In Sachen Fahrzeugauswahl ist book-n-drive weit vorne mit dabei: Kleinwagen, Cabrios, Transporter und Elektroautos sind Teil der Flotte.

Stadtmobil

Der stationsgebundene Anbieter stadtmobil ist in über 180 Städten vertreten und wirbt damit, der günstigste Carsharer von allen zu sein. Die Fahrzeugauswahl ist auch hier riesig und Sie können mit den stadtmobil-Autos sogar in den Auslandsurlaub fahren. Der Unterschied zum Mietwagenverleih: Die Fahrzeuge können rund um die Uhr online gebucht werden.

Cambio

Cambio ist vor allem im Südwesten Deutschlands vertreten, ist stationsgebunden und arbeitet mit verschiedenen Tarifen – je nach Bedarf. Unterschiedliche Buchungsmöglichkeiten machen es Ihnen besonders leicht: Übers Telefon, online oder per App – Sie entscheiden. Auch bei Cambio können Sie aus einer riesigen Auswahl an Fahrzeugmodellen wählen.

Flinkster

Das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn heißt Flinkster und stellt Ihnen in über 400 Städten ein Auto bereit. Die Kosten starten bei 1,50 Euro/Stunde, auch Stunden- oder Tagestarife sind möglich. In der Flotte ist vom Mini bis zum Audi A6 jedes Modell vertreten. Auch bei Flinkster werden die Autos an festen Stationen abgeholt und wieder abgegeben.

  

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Quellen: carsharing.de, carsharing-news.de

Foto-Credit: istock.com/Tero Vesalainen