Sie überlegen, ein eigenes Auto anzuschaffen? Dann ist eine Frage besonders wichtig: Wieviel kostet der Spaß eigentlich und was kommt im Monat finanziell zusammen? Wie hoch die Rechnung ausfällt ist individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Dennoch ziehen wir grob Bilanz, damit Sie alle Kosten fürs Auto im Blick haben.

Wie viel ein Auto monatlich kostet, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Wer einen Kleinwagen kauft und Durchschnittsstrecken absolviert, startet bei rund 200 Euro im Monat, die zu den Anschaffungskosten kommen. Mehr geht natürlich immer. Größere, hochpreisige PKW und intensive Nutzung, schlagen sich auch in den Monatskosten nieder. Diese Posten sollten Sie auf dem Zettel haben.

Anschaffungskosten: Neues Auto oder Gebrauchtwagen?

Der Auto-Markt ist riesig. Vom kleinen Gebrauchten bis zum luxuriösen Sportwagen – hier ist in fast jeder Preiskategorie was dabei. Grundsätzlich kostet ein Neuwagen natürlich mehr als ein gebrauchtes Auto. Beim Gebrauchten fallen dafür schneller Reparaturen und höhere Spritkosten an. Preislich lohnt sich der Gebrauchtwagen dennoch und mit einer Investition im vierstelligen Bereich können Sie bereits ein solides Modell finden. Wer auch die Kosten für die Umwelt gering halten will, entscheidet sich für einen Kleinwagen – vorausgesetzt, dieser passt zum eigenen Fahrverhalten. So klein wie möglich, so groß wie nötig – das ist die Faustregel und auch Elektroautos liefern unterm Strich eine bessere Umweltbilanz. Zu den hohen Anschaffungs- und Betriebskosten für SUVs, Sportwagen und Familienkutschen, kommen ab 2021 übrigens auch deutlich höhere Steuern. Aber dazu später mehr.

Bevor Sie losfahren: Das kosten Autoanmeldung und Versicherung

Die ersten Kosten, die nach dem Autokauf anfallen, sind für die Anmeldung des Autos und die passende Versicherung. Bei der Anmeldung zahlen Sie Bearbeitungs- oder Verwaltungsgebühren und die Kosten für das Nummernschild. Ein Aufpreis fällt fürs Wunschkennzeichen an, wenn Ihnen schon eine Buchstaben-Zahlen-Kombi vorschwebt. Weitere Gebühren können, je nach Betriebserlaubnis, dazukommen. Maximal stehen dabei am Ende einmalig 170 Euro auf der Rechnung – in Ihrem individuellen Fall, kann es aber auch deutlich weniger werden.

Außerdem Voraussetzung, um mit Ihrem neuen Auto die Straßen zu erobern: Die Versicherung. Eine Kfz-Haftpflicht gilt dabei als gesetzlich vorgeschriebener Mindestschutz. Natürlich können Sie auch auf Teilkasko oder Vollkasko aufstocken (hier erklären wir die Unterschiede). Wieviel die Versicherung unterm Strich kostet, ist von diesen Faktoren abhängig:

  • Regionalklasse: Wo wohnen Sie und wie hoch wird das Schadenrisiko hier eingeschätzt?
  • Fahrerkreis: Wer sitzt alles am Steuer?
  • Schadenfreiheitsrabatt: Wie lang sind Sie schon unfallfrei unterwegs?
  • Jährliche Kilometerzahl: Denn mit längeren Strecken steigt das Schadenrisiko
  • Fahrzeugtyp: Welches Automodell fahren Sie? Neu oder gebraucht?

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Wussten Sie schon? In Deutschland gilt der VW Golf als eins der beliebtesten Autos der Geschichte. International sieht es jedoch anders aus: japanische Modelle sind weltweit die begehrtesten – insbesondere Toyota.

Steuern: Motorart und CO2-Ausstoß bestimmen die Kosten

Die Kfz-Steuer wird, genauso wie die Einkommenssteuer, vom Finanzamt erhoben und muss jährlich im Voraus gezahlt werden. Dabei gibt es Ausnahmen: Ist der Steuersatz besonders hoch, darf Sie auch halbjährlich (bei über 500 Euro) oder sogar vierteljährlich (bei über 1000 Euro) gezahlt werden. Wenn Sie diese Varianten nutzen, kommt noch ein Aufgeld von mindestens drei Prozent dazu. Übrigens: Auch wenn Ihr Auto nur wenige Tage angemeldet ist, müssen Sie dennoch für einen ganzen Monat zahlen.

Wie hoch die Steuern letztlich ausfallen, hängt von zwei Faktoren ab: Zum einen Motorart und Hubraum, zum anderen der Schadstoffausstoß. In Sachen Motor und Hubraum wird eine Gebühr pro 100 Kubikzentimeter fällig, wobei Dieselmotoren stärker zu Buche schlagen als Benziner. Für Fahrzeuge, die keinen Rußpartikelfilter der Stufe PM5 haben, müssen Sie mit einer weiteren Gebühr rechnen. Der Schadstoffausstoß wird dem CO2-Ausstoß pro Kilometer entsprechend besteuert. Hier kommt wieder die Umweltbilanz ins Spiel, denn emissionsarme Autos lohnen sich – und das besonders ab 2021. Dann soll nämlich ein Gesetz wirksam werden, das PS-starke Autos deutlich stärker besteuert als bisher. Diese Änderung soll bislang jedoch nur für Neuwagen, die ab 2021 zugelassen werden, gelten.

Regelmäßige Ausgaben: Inspektion, Reparatur und Wartung

Neben Kfz-Versicherung und Steuern, fallen auch Inspektionen, Wartung und eventuelle Reparaturen regelmäßig an. Zu den gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen zählt die Hauptuntersuchung (TÜV) und die Abgasuntersuchung (AU). Die Kosten sind für beide Inspektionen von Region sowie Schwere und Größe Ihres Autos abhängig. Bei einem PKW bis zu 3,5 Tonnen können Sie aber grob von bis zu 120 Euro für beide Untersuchungen ausgehen.

Dazu kommen regelmäßige Inspektionen, die vom Hersteller empfohlen werden, aber nicht verpflichtend sind. Sie sorgen dafür, dass Sie sicher unterwegs sind, Ihr Auto lange fit bleibt und so wenig an Wert verliert wie möglich. Wann die nächste Untersuchung ansteht, geben modellspezifische Kilometer- oder Zeitintervalle vor, die berücksichtigen, wann einzelne Teile verschlissen sein könnten. Was die Kosten angeht, lässt sich hier schwer in die Zukunft schauen – Ihr individueller Fall ist ausschlaggebend.

Was auch auf den Auto-Kostenzettel gehört: Regelmäßige Reifen- und Ölwechsel sowie Wartung von Bremsen, Auspuff und Lichtmaschine. Außerdem gilt als Daumenregel, dass nach jeweils 20.000 gefahrenen Kilometern Reparaturen anfallen. Kommt ein Unfall dazu, wird es natürlich noch mal teurer. Unvorhergesehene Schäden, zum Beispiel wegen Steinschlag oder Vandalismus, gehen ebenfalls ins Geld – jedenfalls wenn Sie nicht Teil- oder Vollkasko versichert sind. Denn über die Versicherung können einige Schäden bereits abgedeckt werden.

Sprit, Strom und weitere Auto-Kosten

Klar, ohne Sprit im Tank oder Strom in der Batterie kommen Sie nicht weit. Dabei gilt: Diesel ist günstiger als Benzin und ein E-Auto ist auf lange Sicht sogar die kostenfreundlichste Option – auch wenn die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch sind. Und natürlich: Je kleiner das Auto, desto niedriger die Kosten, klar.

Was Sie bei Ihrer Auto-Kalkulation auch auf dem Schirm haben sollten, ist eine mögliche Mitgliedschaft in einem Automobil-Club – zum Beispiel dem ADAC, der Ihnen unter anderem als Pannen- und Unfallhilfe zur Seite steht. Hier starten Sie aktuell mit einem Jahresbeitrag von 54 Euro als Mitglied in der Basis-Version. Wer jünger als 23 Jahre ist, darf kostenfrei beim ADAC mitmischen. Kleine Anschaffungen, wie Frostschutzmittel, Putzmittel oder Zubehör fürs Auto, landen ebenfalls auf der Auto-Rechnung.

Tipp: Online-Rechner, wie der vom ADAC, helfen Ihnen, konkrete Zahlen für Ihr Automodell zu ermitteln.

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Quellen: friday.de, bussgeldkatalog.org, autoscout24.de, adac.de, auto-motor-und-sport.de

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