Spritsparend fahren – das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihr Portemonnaie. Denn mit der richtigen Fahrweise und Vorbereitung können Sie bis zu 20 Prozent Kraftstoff sparen. Wie das geht? Mit unseren 12 Tipps holen Sie die größte Ersparnis raus.

1. Spritsparend fahren heißt rechtzeitig hochschalten

Wer spritsparend fahren will, sollte zügig beschleunigen und rechtzeitig hochschalten. Bedeutet: Liegt die Drehzahl bei circa 2000 U/min, ist es Zeit für den nächsthöheren Gang. Haben Sie das Tempo erreicht, mit dem Sie unterwegs sein wollen, halten Sie es und achten Sie dabei auf eine niedrige Drehzahl. Hören Sie auf die Signale Ihres Autos. Ruckelt oder brummt der Motor, sollten Sie einen Gang hochschalten. Unterm Strich bedeutet das: Mit niedrigtourigem Fahren, also Fahren auf kleiner Drehzahl, sparen Sie Kraftstoff.

Tipp: Fahren Sie, wenn möglich, mit Tempomat. Denn dann ist es besonders leicht, die Geschwindigkeit zu halten.

2. Gaspedal nicht bis zum Anschlag durchdrücken

Auch beim spritsparenden Fahren auf der Autobahn gilt: Halten Sie die Drehzahl gering. Vermeiden Sie den altbekannten Bleifuß und drücken Sie das Gaspedal nicht komplett durch. Denn wenn Sie bereits im höchsten Gang sind und dann noch eine Schippe Tempo drauflegen, steigt auch der Spritverbrauch immer weiter an. Aber bei welcher Geschwindigkeit verbraucht man am wenigsten? Auf der Autobahn sind 100 bis 130 km/h perfekt. Halten Sie diese Geschwindigkeit, ohne andauerndes Bremsen und Beschleunigen, sparen Sie einiges an Kraftstoff ein.

3. Den Reifendruck im Blick behalten und so Sprit sparen

Auch der ideale Reifendruck hilft Ihnen beim Sprit sparen. Warum? Bei einem zu niedrigen Reifendruck steigt der Rollwiderstand. Der Reifen verliert die Form, erzeugt und verliert Wärme und es wird mehr Sprit verbraucht. Machen Sie deswegen den Check des Reifendrucks zur Routine – nicht nur, um Kraftstoff zu sparen, sondern auch, um sicher auf Achse zu sein.

Lesetipp

Was ist beim Reifenwechsel besonders wichtig? Welche Felgen sollten es sein? Alles Wissenswerte rund um Rad, Reifen und Felge verrät Kfz-Mechanikerin Anna hier.

Autoreifen, an dem gerade der Luftdruck geprüft wird, um Sprit zu sparen
Wer mit dem idealen Reifendruck fährt, spart Sprit.

4. Den Ölstand kontrollieren

Wenn Sie schon den Luftdruck Ihrer Reifen checken, können Sie bei der Gelegenheit gleich den Ölstand kontrollieren – und gegebenenfalls Motoröl nachfüllen. Nur mit ausreichend Öl läuft der Motor Ihres PKW einwandfrei. Fehlt es an Öl, kommt es zu Verschleiß und anstatt möglichst spritsparend zu fahren, steigt der Spritverbrauch.

5. Spritsparend fahren heißt vorausschauend fahren

Die meisten von uns wissen es noch aus der Fahrschule: Vorausschauendes Fahren ist das A und O. Dazu gehört, besonders aufmerksam unterwegs zu sein, möglichst früh auf eine veränderte Verkehrssituation zu reagieren und das Fahrverhalten anderer mitzudenken. So sorgen Sie nicht nur für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, sondern schonen auch Ihren Tank. Denn wer vorausschauend fährt, hat die Verkehrsentwicklung immer gut im Blick – und muss bei roten Ampeln und Stauenden nicht auf die letzten Meter abrupt abbremsen und dann wieder Gas geben. Wenn Sie einen Stau früh wahrnehmen, sollten Sie lieber vorzeitig runterschalten und den Wagen dann ausrollen lassen. So sparen Sie Kraftstoff. Gut zu wissen: In Fahrsicherheitstrainings können Sie Ihr Wissen auffrischen und bekommen Tipps zum vorausschauenden Fahren.

Es geht mit dem Auto in den Urlaub?

Wenn Sie spritsparend fahren, schonen Sie Ihre Urlaubskasse – und können stattdessen in eine Reiseversicherung investieren, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Hier geht’s zum nexible-Beitragsrechner.

6. Für kurze Strecken auf Alternativen umsteigen – und besonders viel Sprit sparen

Am meisten Sprit sparen Sie natürlich, wenn Sie das Auto gar nicht erst anschmeißen ­– logisch. Auch wenn Sie für lange Strecken aufs Auto angewiesen sind, lohnt es sich, auf kurzen Strecken umzusteigen: Zum Beispiel aufs Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel. Vielleicht können Sie einige Wege auch zu Fuß bestreiten. So bringen Sie ein bisschen mehr Bewegung in Ihren Alltag und entdecken Ihre Umgebung mal aus einer ganz neuen Perspektive. Warum kurze Strecken sogar verhältnismäßig mehr verbrauchen als lange? Am meisten Sprit wird benötigt, wenn der Motor kalt ist – und auf kurzen Strecken erreicht der Motor in der Regel nicht die optimale Betriebstemperatur. Deswegen stehen viele kurze Touren spritsparendem Fahren im Weg.

Lohnt es sich, in günstigeren Nachbarländern zu tanken?

Stichwort Tanktourismus: Manchmal ist es an Tankstellen über die Landesgrenze hinaus tatsächlich günstiger. Dort zu tanken lohnt sich aber meist nur dann, wenn Sie gerade eh im entsprechenden Land unterwegs sind. Zum Beispiel, weil Sie dort Urlaub machen. Eine Strecke wie die zwischen Deutschland und Österreich lohnt sich allein zum Tanken eher nicht. Anfahrt und Rückfahrt machen die Ersparnis meist zunichte.

7. Sparen Sie Kraftstoff dank leichtem Gepäck

Grundsätzlich gilt: Je mehr Gepäck im Auto, desto höher der Spritverbrauch. Denn um eine höhere Masse zu beschleunigen, braucht es auch mehr Kraftstoff. Und dabei zählt jedes Kilo. Fahren Sie schon länger Altglas, Getränkekästen oder ein Sammelsurium an Kleinkram spazieren? Dann ist es Zeit, das Auto aufzuräumen und künftig nur noch das Nötigste zu transportieren. Dazu gehört auch, Dach- oder Heckträger vom letzten Urlaub abzumontieren, da diese den Verbrauch erheblich ansteigen lassen. Gut zu wissen: Heckträger sind immerhin ein wenig energieeffizienter als Transportsysteme auf dem Dach.

Nicht vergessen: Ein falsch beladenes Auto kann zur Gefahrenquelle werden. Wie Sie Ihr Gepäck so verstauen, dass Sie sicher unterwegs sind, lesen Sie hier.

Spritsparend fahren mit Benziner: Welche Sorte sollten Sie tanken?

Sie fragen sich, ob sich die verschiedenen Benzinsorten unterschiedlich auf den Verbrauch auswirken? Die Antwort lautet: Ja, aber der Unterschied zwischen E5 und E10 ist minimal. E10 verbraucht rund ein Prozent mehr. Trotzdem lohnt es sich, auf E10 umzusteigen: Der sogenannte Biokraftstoff ist in der Regel günstiger und hilft dabei, weniger CO2 auszustoßen – Ihre Fahrt wird also umweltfreundlicher.

Auto auf Hebebühne in der Kfz-Werkstatt.
Regelmäßige Inspektionen helfen beim spritsparenden Fahren.

8. Zum spritsparenden Fahren gehört die regelmäßige Wartung

Ein PKW, der einwandfrei läuft, hilft Ihnen, Sprit zu fahren. Denn sobald die Leistung Ihres Wagens eingeschränkt ist, braucht er auch mehr Energie – also Kraftstoff. Beschädigte Zündkerzen oder ein schmutziger Luftfilter können den Verbrauch bereits um einiges erhöhen. Deswegen sollte es regelmäßig zur Inspektion gehen.

9. Rechtzeitig die Reifen wechseln und so den Tank schonen

Zugegeben: Reifenwechsel gehören wohl zu den unbeliebtesten To-dos von Autobesitzer*innen. Trotzdem macht es Sinn, rechtzeitig die passenden Reifen aufziehen zu lassen, wenn Sie Kraftstoff sparen wollen. Warum? Wird es Richtung Sommer wärmer, weichen Winterreifen auf – das hat Einfluss aufs Fahrverhalten und Ihr Auto braucht mehr Sprit. Werfen Sie einen Blick in unseren Winterreifen-Guide, um für den nächsten Reifenwechsel gewappnet zu sein.

Wo spare ich mehr Sprit: Auf der Autobahn oder Landstraße?

Kurz gesagt: Es ist egal, ob Sie auf der Autobahn oder der Landstraße unterwegs sind, solange Sie mit einer gemäßigten, konstanten Geschwindigkeit fahren. Die Fahrweise ist beim Sparen von Kraftstoff entscheidend, nicht die Route.

10. Standheizung und Klimaanlage ausschalten – und Spritverbrauch senken

Nicht vergessen: Auch Elektrogeräte in Ihrem Auto brauchen Energie und erhöhen so den Spritverbrauch. Je länger Klimaanlage, Standheizung und Co. laufen, desto mehr Kraftstoff schlucken sie. Schalten Sie aus, was Sie nicht wirklich brauchen – oder nutzen Sie die Geräte nicht durchgehend, sondern nach Bedarf. Im Stadtverkehr ist es sinnvoll, das Fenster runterzudrehen, statt die Klimaanlage anzuschmeißen. Auf der Autobahn tun sich die beiden Varianten hingegen nicht viel. Denn das offene Fenster wirkt sich auf den Fahrtwiderstand aus, sodass der Spritbedarf wieder leicht ansteigt.

Ihre Bemühungen, spritsparend zu fahren, sollten natürlich nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Verzichten Sie deswegen nie auf Scheibenwischer, Scheibenheizung und Beleuchtung.

11. Den Motor im Leerlauf ausmachen

Zum spritsparenden Fahren gehört auch, den Motor auszuschalten, wenn das Auto mehr als 20 Sekunden steht. Viele aktuelle Automodelle sind dafür mit einer Start-Stopp-Automatik ausgestattet, die den Saft abdreht, ohne dass Sie etwas tun müssen. Übrigens: Halten Sie an Bahnübergängen, ist es sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass der Motor ausgeschaltet werden muss.

Kosten sparen: Wann und wo günstig tanken?

Spritpreise unterliegen starken Schwankungen – sogar im Lauf eines Tages. Meist ist es morgens und im Feierabendverkehr am teuersten. Günstiger wird es am späteren Abend. Behalten Sie die Schwankungen im Blick und vergleichen Sie schon dann, wenn der Tank noch nicht leer ist, um später zu sparen. Auch praktisch: Apps wie Clever Tanken (Als Dowload im App Store und bei Google Play) und im helfen dabei, die günstigsten Spritpreise in der Umgebung zu finden.

12. Fahrgemeinschaften: Zusammen Sprit sparen

Tun Sie sich mit Pendler*innen, die einen ähnlichen Arbeitsweg haben, Freund*innen, die zur selben Veranstaltung wollen oder auch Fremden über die Mitfahrzentrale zusammen und teilen Sie sich ein Auto. Das senkt den Spritverbrauch und die Kosten für die einzelnen Mitfahrenden enorm. Damit nicht immer dieselbe Person hinterm Steuer sitzt, wechseln Sie sich einfach regelmäßig ab. So sparen Sie Sprit und haben im besten Fall auch noch gute Gesellschaft.

Zusatztipps: Spritsparend fahren im Automatikwagen

Auch wenn Sie mit Automatik unterwegs sind, helfen Ihnen Tipps wie vorausschauendes Fahren, leichtes Gepäck, regelmäßige Inspektionen und Checks von Öl und Reifendruck beim Kraftstoff sparen. Diese sind für Sie besonders wichtig, weil ein Automatikwagen im Schnitt einen Liter mehr auf 100 Kilometer verbraucht als PKW mit Verbrennungsmotor. Und weil das Hoch- und Runterschalten nicht in Ihrer Hand liegen, sollten Sie …

  • … bei Stauenden und roten Ampeln früh vom Gas gehen und den N-Gang einlegen.
  • … beim Beschleunigen und Anfahren das Pedal nur leicht treten.
  • … beim Fahren mit konstanter Geschwindigkeit nur leicht aufs Gaspedal gehen.
  • … den sogenannten „Kick-down“ zum Beschleunigen vermeiden.
  • … die Schaltunterstützung Ihres Wagens nutzen.

So können Sie – auch wenn Sie mit Automatik fahren – ordentlich Sprit sparen.

Spritverbrauch berechnen: So geht‘s

Mit Online-Rechnern können Sie Ihren Spritverbrauch in wenigen Klicks berechnen. Doch es geht auch mit Stift, Zettel und Taschenrechner – und dieser Formel:

Spritmenge in Liter x 100 / Distanz = Verbrauch auf 100 km

Ein Beispiel: Bei Ihrem letzten Halt an der Tankstelle haben Sie 40 Liter getankt und sind seitdem 650 Kilometer gefahren. Dann rechnen Sie 40 x 100 / 650 = 6,15. Sie haben also 6,15 Liter auf 100 Kilometern verbraucht.

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